Über uns

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

Aus der Rede von Ortsbrandmeisters Torben Sievers zum 75- jährigen Bestehen, erweitert durch Bastian Borgelt:

„Wir feiern heute 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Stedum.
Das sind 75 Jahre freiwilliger, ehrenamtlicher Dienst für die öffentliche Sicherheit.
Damals, als vor 75 Jahren unsere Gründer Ihren Feuerwehrdienst aufnahmen, war die AusrüstungLöscheimer von 1851 der Wehr, der technischen Entwicklung entsprechend, noch eher dürftig. Vor der Gründung der freiwilligen Wehr sorgte eine Pflichtfeuerwehr für die Sicherheit der Stedumer Bürger. Der damalige Gemeindevorsteher Klinge hatte die Gemeinde am 6. Januar 1934 zu einer Versammlung in der Hoppeschen Gastwirtschaft eingeladen. Sie diente der Überlegung, die Pflichtfeuerwehr durch eine freiwillige abzulösen. Schon am 16. Januar 1934 verwirklichte sich dieser Vorschlag. Es fand eine GründungsversammlungGründungsprotokoll vom 16.01.1934 der Freiwilligen Feuerwehr Stedum bei Gastwirt Riepling statt, bei der sich 50 freiwilligeGründungsmitglieder: Hermann Eckhardt, Otto Schrader, Erwin Fettköter, Wilhelm Heuer, Robert Hoppe sen., Friedrich Giesecke, Louis Wolpers, Hilmar Riepling, Willi Langkopf, Willi Sievers, Emil Daevers, Gerhard Kamper, Heinrich Fleige sen., Friedrich Heimberg, Willi Schrader, Otto Wulfes, Wilhelm Lübbe, Richard Ahrens, Albert Steinweh, Erich Sievers, Erich Broihan, Heinrich Moses, Georg Wildhagen, Karlo Ohlendorf, Karl Langkopf, Otto Oxenfart, Heinrich Fleige jun., Heinrich Klinge jun., Walter Hoffmann, Harry Schrader, Friedrich Schlicker jun., Karl Wolpers, Robert Hahne, Werner Ohlendorf, Heinrich Stahl, Heinrich Langkopf, Robert Hoppe jun., Karl Piepenbrink, Wilhelm Sievers, Heinrich Wittenberg, Gustav Sievers, Martin Rühmann, Gerhard Rössel, Hermann Eckhardt jun., Hans Marheinecke, Otto Broihan, Wilhelm Brüggeboes, Wilhelm Dölves, Albert Rauls, Alwin Rühmann, Karl Ahrens, Willi Wittenberg, Erwin Buchheuster, Richard Wynroth & Kurt Franke zusammenfanden. Zum ersten Wehrführer wurde Hermann Eckardt gewählt. Sein Stellvertreter: Otto Schrader. Schriftführer: Erwin Fettköter. Von den Gründungsmitgliedern lebt heute leider niemand mehr.
Die benachbarten Gemeinden Bekum und Stedum verfügten zunächst über Handspritzen, mit dem dementsprechenden Schlauchmaterial. Erst später bekamen beide Wehre eine Motorspritze.
Alarmiert wurde die Wehr mit Trompetersignalen. Übrigens ist diese Trompete noch vorhanden, welche die Kinder, heute, ein Mal im Jahr, in Angst und Schrecken versetzt, wenn die Junggesellen damit verkleidet durchs Dorf laufen.
Das Einsatzgeschehen bestand in dieser frühen Zeit fast ausschließlich aus Brandeinsätzen bei denen die Kameraden an der Handdruckspritze ordentlich ins Schwitzen gerieten, um das Wasser aus den Löschteichen zum Brandobjekt zu befördern. Atemschutz war noch nicht vorhanden und so konnte meist nur ein Außenangriff durchgeführt werden. 1955 wurde das alte Spritzenhaus in Bekum abgerissen und durch ein neuesInnenansicht um 1960
Außenansicht 1980
ersetzt.
Nach dem TSA (Tragkraftspritzenanhänger) wurde 1962 ein VW-BusVW-Bus Feuerwehrfahrzeug von 1962 mit einer TS8/8 angeschafft.
Am 04.12.1964 wird, bedingt durch den Zusammenschluss der damaligen Gemeinden Bekum und Stedum, auch die Freiwillige Feuerwehr zusammengeschlossen. Neuer Brandmeister der Gemeinde Stedum wird Kamerad Hans Reinecke, sein Stellvertreter Helmut Sievers.
Nach Bildung der Einheitsgemeinde Hohenhameln im Jahre 1973 werden alle Gemeindebrandmeister zu Ortsbrandmeistern.
1980 ein technischer Fortschritt: Das Fahrzeug wird mit Funk ausgerüstet und das heutige Gerätehaus1980 Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses1980 Neubau Mehrzeckgebäude & FeuerwehrgerätehausSchild am FeuerwehrgerätehausMehrzweckgebäude & Feuerwehrgerätehaus 2016, wird samt Mehrzweckgebäude, in Bekum errichtet.Der VW-Bus wurde 1984 gegen ein TSF der Firma Mercedes1984 ÜbergabeBild von 2012, welches auch gleich mit Pressluftatmern bestückt war, ausgetauscht und war bis zum Jahr 2006 noch mit der Oldtimer-TSOldtimer-TS Oldtimer 2009, Baujahr: 1961, Dienstzeit: 45 Jahre im Einsatz. Im Jahr 2016 folgte dann die nächste technische Neuerung. Das alte Feuerwehrfahrzeug wurden nach 32 Dienstjahren in Rente geschickt und durch ein 7,5t TSF-WMärz 2016 der Firma MAN ersetzt.

Dies alles nehmen die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden auf sich, um sich freiwillig und ehrenamtlich für den nächsten einzusetzen. All dies wäre ohne eine gute Kameradschaft untereinander nicht möglich. Und so ist die Kameradschaftspflege auch ein bedeutender Baustein an der Feuerwehr.
Ein Highlight in der Vergangenheit ist sicher die Verbundenheit zu den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Hillersleben, Sachsen- Anhalt. Seit nun fast 20 Jahre besteht diese Freundschaft, welche hauptsächlich dem unermüdlichem Fleiß des ehemaligen Wehrleiters Hillersleben, Reiner Schulze, zu verdanken ist. Ich hoffe, dass wir die Freundschaft in den nächsten Jahren noch weiter festigen können und freue mich daher sehr, dass die Zahl der gegenseitigen Besuche zunimmt und ich heute auf unserm Jubiläumsfest eine Abordnung der Feuerwehr Hillersleben begrüßen darf. Unsere Feuerwehr ist mehr als nur eine öffentliche Einrichtung. Sie ist eine in den vergangenen 75 Jahren gewachsene Institution des Dorfes in der sich Stedumer Bürger fanden um in Not geratenen Mitmenschen zu helfen. Sie ist eine Gemeinschaft, in der Einsatzwille und Vertrauensbereitschaft des Einzelnen, die Stärke der gesamten Wehr bilden.
Jeder Einzelne ist hier gefragt, nicht die oder ihr, wir sind die Feuerwehr.
Auch in Zukunft!“

Die Stedumer Ortsbrandmeister
1934-1938 Herrmann Eckardt
1938-1964 Karl Ahrens Ehrung Karl Ahrens (während des Krieges Kamerad Heimberg)
1964- Dez. 1964 Helmut Sievers
1964 (nach Zusammenschluss)- 1976 Hans Reinecke
1976-1994 Werner Jürgens
1994-1999 Martin Dornbusch
2000-2001 Volker Karger
2001-2007 Martin Dornbusch
2007-heute Torben Sievers02.2007 Ernennung Torben Sievers zum Ortsbrandmeister
Seit dem 01.01.2016 trägt die Feuerwehr den Namen Ortsfeuerwehr Stedum-Bekum.

Quelle: Internetseite der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Hohenhameln